PeP Experte Basistraining

Gehirnwaesche

Gehirnwäsche bizarr

Das Grobkonzept der Seminare „PeP Experte Basistraining“, zu denen alle Beschäftigten der Deutschen Post DHL Group herzlich eingeladen werden, besteht aus 13 Modulen. Eines ist besser als das andere:

Modul 1:
„Unsere einzigartige Erfolgsgeschichte“ – Die Teilnehmer/innen lernen die 500 Jahre Erfolgsgeschichte des Unternehmensbereich PeP kennen.

Inhalte:
Alle Teilnehmer/innen werden herzlich zum Basis-Training willkommen geheißen und einander vorgestellt.
Gemeinsam werden die 500 Jahre Erfolgsgeschichte des Unternehmensbereiches PeP anhand einer großen Ausstellungswand erkundet.
Die Teilnehmer/innen tauschen sich zu ihren eigenen Geschichten um UB PeP aus: Wie lange bin ich schon im Unternehmen? An welche besonderen Ereignisse kann ich mich noch erinnern?
Die Teilnehmer/innen treten in 4 Gruppen in einem Quiz gegeneinander an: Welche Gruppe beantwortet 20 Fragen rund um den UB PeP am schnellsten?

Modul 2:
„PeP – Wir brauchen Experten!“ Die Teilnehmer/innen lernen den Trainingsverlauf der beiden Tage kennen und wissen, welche Inhalte sie im Training erwarten.

Inhalte:
Die Agenda des Trainings wird inhaltlich den Teilnehmer/innen vorgestellt.
Mit einem Film wird den Teilnehmer/innen das Motto, die Idee und die Bedeutung des PeP Experten vorgestellt:“ Besser werden. Bester bleiben.“
Mit einer Videobotschaft begrüßt Jürgen Gerdes die Teilnehmer/innen, bedankt sich für ihre Teilnahme und wünscht ihnen viel Spaß beim Basis-Training PeP Experte.

Modul 3:
PeP Experten für dynamische Märkte!“Die Teilnehmer/innen erweitern ihr Wissen über die Trends und Veränderungen in der Welt und können deren Auswirkungen auf dem Logistikmarkt nachvollziehen.

Inhalte:
Im Rahmen einer Kollage werden mit den Teilnehmer/innen relevante globale Veränderungen im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich besprochen.
Anhand der Kollage werden die Veränderungen diskutiert, die sich für die Logistik-Branche ergeben aund auch auf PeP Einfluss nehmen.
Jürgen Gerdes erläutert in einem Filmbeitrag, welche Herausforderungen er für das Unternehmen in der Zukunft sieht. Er beschreibt, mit welchen Innovationen und Maßnahmen Post – eCommerce -Parcel bereits in der Vergangenheit reagiert und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten hat und wie sich das in der Zukunft fortsetzen soll.
Anhand von beispielhaften Kundenprofilen erarbeiten die Teilnehmer/innen, wie sich die Kundenbedürfnisse gewandelt haben (insbesondere im Bereich der privaten Kunden).

Modul 4:
„PeP Experten sind Verantwortungs-Nehmer!“ Die Teilnehmer/innen können den Begriff des Verantwortungs-Nehmers einordnen und verstehen ihn in seiner Bedeutung für das Unternehmen.

Inhalte:
In einem Film stellen 3 Firmenkunden dar, was hat sich aus ihrer Sicht in den Märkten verändert, was hat das für Auswirkungen auf ihr Geschäft und welche Bedeutung hat das für Anforderungen an den Logistikmarkt hat.
Mit einem Filmbeispiel wird die Herangehensweise eines Verantwortungs-Nehmers vorgestellt. Im Anschluss tauschen tauschen sich die Teilnehmer/innen über ihr Verständnis dieser Herangehensweise aus.
In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer/innen, welche Bedeutung diese Herangehensweise für sie hat und wie sie in ihrem Umfeld wirken kann.
Mit einem Filmbeispiel wird die Herangehensweise eines Verantwortungs-Nehmers vorgestellt.
Die Teilnehmer/innen diskutiren die im Film gezeigten Beispiele und entwickeln gemeinsam eigene Ideen zur Umsetzung. Im Anschluss wählt jeder/e Teilnehmer/in aus einer Reihe von Bildkarten ein Symbol zur Erinnerung aus, welches für sie/ihn den Verantwortungs-Nehmer am besten zeigt.

Modul 5:
„PeP Experten gestalten unsere Zukunft!“ Die Teilnehmer/innen erleben, wie herausfordernd unternehmerisches Handeln sein kann, wenn gleichzeitig wirtschaftliches Denken und Handeln mit hohen Qualitätsstandards, Innovationen und exzellenter Kundenorientierung in Einklang zu bringen sind.

Inhalte:
Im Rahmen der Simulation „Burger mit Fritten, bitte!“ (Brettspiel) betreiben die Teilnehmer/innen einen eigenen Schnellimbiss. Sie erleben, wie herausfordernd unternehmerisches Handeln sein kann, wenn gleichzeitig wirtschaftliches Denken und und Handeln mit hohen Qualitätsstandards, Innovationen und exzellenter Kundenorientierung in Einklang zu bringen ist. Im Ergebnis erfahren sie, dass das Spannungsfeld dieser Aspekte nicht aufgelöst werden kann, sondern immer von neuem ausbalanciert werden muss.
In einem Film erläutern verschiedene Mitglieder des ExCom PeP, welche Bedeutung die Faktoren Wirtschaftlichkeit, Kundenorientierung, Innovation und Qualität für den UB PeP haben und wie sie diese Faktoren im Gleichgewicht halten.

Modul 6:
PeP Experten sind Lösungsfinder!“ Die Teilnehmer/innen können den Begriff des Lösungs-Finders einordnen und verstehen ihn in seiner Bedeutung für das Unternehmen.

Inhalte:
Die Teilnehmer/innen tauschen sich in Paaren zu einem „brillanten Moment“ (ein gelungenes Ergebnis am Arbeitsplatz) aus den letzten Woochen aus und tauschen sich über die eigenen Fähigkeiten aus, die diesen Moment zum Erfolg geführt haben.
Mit einem Filmbeispiel wird die Herangehensweise eines Lösungs-Finders vorgestellt. Im Anschluss tauschen sich die Teilnehmer/innen über ihr Verständnis dieser Herangehensweise aus.
In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer/innen, welche Bedeutung diese Herangehensweise für sie hat und wie sie in ihrem Umfeld wirken kann.
In einem weiteren Film werden konkrete Beispiele von Mitarbeitern/innen gezeigt, die als „Lösungs-Finder“ agieren.
Die Teilnehmer/innen diskutieren die im Film gezeigten Beispiele und entwickeln gemeinsam eigene Ideen zur Umsetzung. Im Anschluss wählt jeder/e Teilnehmer/in aus einer Reihe von Bildkarten ein Symbol zur Erinnerung aus, welches für sie/ihn den Lösungs-Finder am besten zeigt.

Modul 7:
„Rückblick mit PeP“ Die Inhalte des ersten Trainingstages werden zusammengefasst.

Inhalt:
Die Kernbotschaften der Module des ersten Tages werden zusammengefasst.
In Teams treten die Teilnehmer/innen gegeneinander an, um in einem Buzzer-Spiel ihr Wissen aus dem ersten Tag zu testen.

Modul 8:
„Kick-Start mit PeP“ Auftakt des zweiten Trainingstages

Inhalte:
Der Tag startet mit einem Rückblick auf das vorangegangene Geschäftsjahr: Eine Diashow hebt besondere Momente hervor (wird jährlich aktualisiert).
In Teams spielen die Teilnehmer/innen „Tabu“: Begriffe aus dem UB PeP müssen erklärt und erraten werden.

Modul 9:
PeP Experten zur erfolgreichen Umsetzung unserer Strategie“ Die Teilnehmer/innen verstehen ihren Einfluss auf die Ziele, die mit der Strategie „Focus-Connect-Grow“ verbunden sind.

Inhalte:
Mitglieder des Vorstandes erklären die drei Säulen der Strategie („Focus-Connect-Grow“). Sie erläutern, wie wichtig der Beitrag jedes einzelnen Mitarbeiters ist, wenn die damit verbundenen Ziele erreicht werden sollen.
Die Teilnehmer/innen erarbeiten durch ein Puzzle die Inhalte der drei Säulen.
In Kleingruppen besprechen die Teilnehmer/innen, zu zu welcher der drei Säulen sie selbst beitragen.

Modul 10:
„PeP Experten sind Veränderungs-Gestalter!“ Die Teilnehmer/innen können den Begriff des Veränderungs-Gestalters einordnen und verstehen ihn in seiner Bedeutung für das Unternehmen.

Inhalte:
Mit einer interaktiven Übung erleben die Teilnehmer/innen, wie Menschen auf Veränderungen reagieren.
Mit einem Filmbeispiel wird die Herangehensweise eines Veränderungs-Gestalters vorgestellt. Im Anschluss tauschen sich die Teilnehmer/innen über ihr Verständnis dieser Herangehensweise aus.
In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer/innen, welche Bedeutung diese Herangehensweise für sie hat und wie sie in ihrem Umfeld wirken kann.
In einem weiteren Film werden konkrete Beispiele von Mitarbeitern/innen gezeigt, die als Rollenmodelle in dieser Herangehensweise gesehen werden können.
Die Teilnehmer diskutieren die im Film gezeigten Beispiele und entwickeln gemeinsam eigene Ideen zur Umsetzung. Im Anschluss wählt jeder/e Teilnehmer/in aus einer Reihe von Bildkarten ein Symbol zur Erinnerung aus, welches für sie/ihn den Veränderungs-Gestalter am besten zeigt.

Modul 11:
„WIR machen Post – eCommerce – Parcel stark!“ Der bedeutsame Beitrag, den jeder/e einzelne Mitarbeiter/in für unsere verschiedenen Kunden leistet, wird dargestellt.

Inhalte:
In einem Film wird die enorme Leistung der Mitarbeiter/innen sowie die unterschiedlichen Produkte des UB PeP (Briefe, Pakete, Emails, der Postbus etc.) gezeigt und was sie bei unseren Kunden auslösen (Freude, Überraschung etc.)
Durch ein Puzzle wird beispielhaft eine vielfältige und zusammenhängende Przesskette nachgebaut, die verdeutlicht, wie unterschiedliche Bereiche am Ende alle in die gleiche Richtung arbeiten: In Richtung unserer Kunden.
In einem Film berichten verschieden Mitarbeiter/innen, was ihnen an ihrer Arbeit gefällt und warum sie jeden Tag wieder ihren Beitrag leisten.

Modul 12:
„PeP Experten sind Anpacker!“ Die Teilnehmer/innen erleben, wie gemeinsam mit Spaß angepackt werden kann und was man mit einer positiven Anpack-Mentalität erreichen kann.

Inhalte:
Ein Film stellt beispielhaft dar, dass die Entscheidung jedes Einzelnen, anzupacken und positive Dinge anzustoßen, eine große Wirkung haben kann.
In zwei Teams knobeln die Teilnehmer/innen auf Zeit bekannte Liedtexte aus, die sich die beiden Teams gegenseitig vorsingen.
In 3 Teams erarbeiten die Teilnehmer/innen bunte Kollagen, die eine mögliche Zukunft darstellen, die geprägt ist von positiven Anpackern.
In einem Film berichten die Mitarbeiter/innen aus dem Filmen Module 4,6 und 10, warum es ihnen wichtig ist, mit einer positiven Haltung anzupacken, Verantwortung zu nehmen, Lösungen zu finden und Veränderungen zu gestalten.

Modul 13:
„WIR! Die PeP Experten – Werden besser, bleiben Beste!“ Die Teilnehmer/innen werden für die erfolgreiche Teilnahme am Training zertifiziert.

Inhalte:
In Kleingruppen wiederholen die Teilnehmer/innen die Inhalte der 1,5 Tage des Basis-Trainings und fassen sie für sich zusammen.
Alle Teilnehmer/innen erhalten einen Abschlusstest und führen diesen durch. Der/die Moderator/in unterstützt bei Fragen.
In der großen Gruppe werden die Lösungen des Tests besprochen und die Teilnehmer/innen werten eigenständig ihr Ergebnis aus.
Die Moderatoren/innen gratulieren allen Teilnehmer/innen zur bestandenen Zertifizierung und überreichen jedem/r Teilnehmer/in den PeP EXPERTE Pass.
„Nachricht an mich selbst“ – alle Teilnehmer/innen schreiben anhand von 3 Leitfragen einen Brief an sich selbst. So werden die persönlichen Gedanken zum Training festgehalten und in einem Umschlag verschlossen. Dieser wird nach 4 Wochen zugestellt.

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=29203.msg313954#msg313954

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45 Kommentare zu PeP Experte Basistraining

  1. King Kurt sagt:

    Die Geschichte wurde als Pflichtveranstaltung vermittelt. Erst nach Druck auf den Betriebsrat gab es die Info, dass der ganze Dreck freiwillig ist.

    • Gelber Pfefferbär sagt:

      Nach §98 BetrVG (https://www.gesetze-im-internet.de/betrvg/__98.html) hat der örtliche Betriebsrat auch die Möglichkeit, bei der Auswahl der Teilnehmer und/oder Teilnehmergruppen mitzubestimmen. Der BR und ver.di sollten den Kram durchschauen, die Beschäftigten aufklären und die Seminare behindern. Wenn die das nicht machen, – wovon man wohl ausgehen kann -, muss man das eben selber machen!

  2. AlterWolf sagt:

    Die sind doch echt nicht mehr normal! Was glauben die denn was wir für die paar Piepen noch alles machen sollen?
    Wenn es nach denen geht ist niemals Feierabend. Im Fordern ist man ganz groß da ist es dann auch egal wenn das Arbeitszeitgesetz umgangen wird. Ansonsten wird man nur noch gemobbt. Arbeitsverdichtung , falsche Zeugnisse die über einen abgelegt werden. Lügenbaron Münchhausen hätte seine helle Freude daran.

  3. Ist erstaulich, daß solche Programme inzwischen in der stinknormalen Wirtschaft angekommen sind. Ein war es ein Privileg von Sekten, wie Scientology, Hirnwäscheprogramme einzusetzen, zur völligen Identifikation mit dem eigenen Verein und zum Vorankommen innerhalb der Organisation. Dann ging es weiter in den zwielichten Teil der Wirtschaft, wo nach dem Pyramidensystem oder Multi Level Marketing gearbeitet wurde. Mit diesen halbkriminellen Unternehmen kamen diese Ideen aus den USA auch in Deutschland an. Großes Brimburium, Gemeinschaftsgefühl, Musik, Filmchen und Powerpointpräsetationen, Vorträge im Stil von Fernsehpredigern. Alles nur, um Leute zu bewegen, anderen die Taschen zu füllen. So arbeiten auch einige Drückerkolonnen, um ihre Mitarbeiter zu weiteren Haustürgeschäften zu motivieren.

    Jetzt ist diese ekelhafte Methode bei den Global Playern der Wirtschaft angekommen. Arbeit als Religion. Sich mit dem eigenen (??) Unternehmen identifizieren und den eigenen Beitrag zur Proftimaximierung als persönliches Glück empfinden, das wird mir kaum passieren. Es gibt aber Leute, die nehmen jedes Glückversprechen dankend an.

  4. pm sagt:

    War heute und gestern auf dem PeP Experte Seminar. LEIDER erfuhr ich erst dort, daß die Teilnahme freiwillig ist. Bei uns hieß es das alle Mitarbeiter dorthin müssen.
    Eigentlich dachte ich, daß das Kindergartenalter mit puzzeln, spielen, singen für mich vorbei ist….falsch gedacht!
    Das einzig interessante war die Kommunikation und der Erfahrungsaustausch mit den „Kollegen“ die aus den unterschiedlichsten Richtungen ( Zustellung, IT, Vertrieb, Ausbildung usw.) kamen.

    • RK sagt:

      Ich bin im April für dieses Seminar „eingeladen“ worden, habe mittlerweile erfahren das es aber abegelehnt werden kann. Nun bin ich mal gespannt wie mein Vorgesetzter darauf reagiert wenn ich ihm das mitteile. Habe nämlich überhaupt keinen Bock auf solche Gruppengehirnwäsche. Ich bin schon über 30 Jahre bei diesem Verein, jetzt wollen die mir vermitteln, wie die Post entstand bzw. was sie noch vorhaben…..lach. Die sollen Leute hinschicken die erst neu im Betrieb sind. Damit sie sehen, wie „schön“ wir es früher hatten und welcher Druck heute auf uns lastet. Ist nicht zu vergleichen.
      Arbeit soll auch noch, ein wenig zumindest, Spaß machen

  5. Ch sagt:

    Soll das jetzt heißen diese Pep-Seminar müssen wir überhaupt nicht machen wenn wir nicht möchten ?Ich habe heute davon erfahren das ich nächsten Monat dahin soll. Das Problem ich habe eine pflegebedürftige Person Zuhause.

  6. PostDoc sagt:

    PostDoc

    Liebe Leute nun mal keine Panik. Diesen Pep-Experten haben wir jetzt, den werden wir auch nicht mehr los. Der Gesamtbetriebsrat hat ihm zugestimmt, war vielleicht ein Fehler, ich bezweifele aber stark, dass er überhaupt die Möglichkeit hatte ihn zu verhindern. Verhindern nein, Mitgestalten vielleicht. Letzteres kann jeder einzelne immer noch.

    Deshalb ist es schön, dass wir jetzt auch wissen, was für ein Programm das ist und was sie von uns wollen.

    Gehirnwäsche gab es schon immer, denken wir an den schönen alten Spruch „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“, auch so´ne Gehirnwäsche. Was aus der Sowjetunion geworden ist wissen wir alle, dennoch ist der Spruch nicht falsch. Falsch war nur das was, was die damalige Nomenklatura für das zu Lehrende und zu Lernende hielt. Wenn man richtig hinschaut kann man viel lernen.
    Den Pep-Experten als Gehirnwäsche aufzufassen ist ein Fehler. Das macht uns schwach. Implizit gehen wir damit davon aus, dass man unser Gehirn waschen kann – oder reinscheißen, jedenfalls von außen manipulieren -, und wir dem hilflos ausgeliefert sind.
    Das ist aber nicht so, Gehirne sind aktiv, dass was darin entsteht, ist nie das was rein gegossen wird, bei souveränen Gehirnbenutzern, oft was viel wertvolleres. Fragt den Appel, der hat Neurologie studiert, der weiß das. Resumée:

    „Vom Pep-Experten lernen heißt, siegen lernen“

    Unser ZSPL-Leiter hat uns den Pep-Experten als ein Programm vorgestellt, das die Post entwickelt hat, um dem Wunsch der Mitarbeiter nach „Fortbildung“ nach zu kommen. Eine Umsetzung der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung. Das der Wunsch nach Fortbildung eigentlich der Wunsch nach Aufstiegschancen und besserem Gehalt ist, ist ihnen entgangen, selber Schuld, sie hätten ja aufschlussreichere Fragen stellen können. In diesem Sinne ist der Pep-Experte also ein Placebo, kann man ruhig so benennen – auf dem Seminar, es dient ja auch dem Austausch.

    Dennoch ist nicht alles schlecht am Pep-Experten: Wir können lernen „Verantwortungsnehmer“, „Lösungsfinder“, „Veränderungsgestalter“ und „Anpacker“ zu werden, zusammengefasst kleine Unternehmer. Klingt doch gut: Selbstverantwortung, das sollten wir ernst nehmen! Den Unternehmer zeichnet aus, dass er selber darüber entscheidet, was er anbietet, wie er das umsetzt, wie er seine Zeit einteilt, den Aufwand und die Preise kalkuliert – und den Gewinn einstreicht.
    Was können wir davon als abhängig Beschäftigte der DPDHL umsetzen? ..und wie? Sollten wir uns wirklich fragen, auch Mal in die Runde werfen, an die Seminarleiter richten. Eventuell ist die emotionale Bindung an den Konzern nicht die beste Strategie, diese Selbstverantwortung zu gestalten…

    Spontan fällt mir da eher die Solidarität mit den anderen in gleichen Positionen ein, sich zu organisieren, Arbeitnehmerschaft, Betriebsrat, Gewerkschaften etc., die Solidarität mit den Aktionären, auch wenn Pensionsfonds darunter sind, halte ich für weniger konstruktiv.
    Wer jetzt sagt kenne ich schon, taugt nichts, hat im Seminar nichts gelernt: Wir sollen Verantwortung übernehmen, anpacken, Lösungen finden und die Veränderung gestalten – im Konzern – in der Arbeitnehmerschaft – in unserem Leben, damit können wir ruhig schon auf der Fortbildung zum Pep-Experten anfangen.

    • Malu sagt:

      Dank Dir..bin auch dieser Meinung…Selbstverantwortung nicht nur meinem Körper sondern auch meinem Gehirn (Geist) gegenüber. Die die schreien das dies Gehirnwäsche sei, lassen sich tagtäglich vom Mainstraem lenken und beeinflussen. Mich beeinflusst niemand wenn ich das nicht will. Also leute viel spaß beim Austausch 🙂

  7. King Kurt sagt:

    Na, da hat die Hirnwäsche bei jemandem schon funktioniert.

    „Wir können lernen „Verantwortungsnehmer“, „Lösungsfinder“, „Veränderungsgestalter“ und „Anpacker“ zu werden, zusammengefasst kleine Unternehmer. Klingt doch gut: Selbstverantwortung, das sollten wir ernst nehmen! Den Unternehmer zeichnet aus, dass er selber darüber entscheidet, was er anbietet, wie er das umsetzt, wie er seine Zeit einteilt, den Aufwand und die Preise kalkuliert – und den Gewinn einstreicht.“

    Wat’n Sammelsurium übler neoliberaler Hohlfloskeln.
    „Veränderungsgestalter“ und „Anpacker“, um die Ausbeutung besser zu organisieren und sich dabei in die Tasche zu lügen und sich wie ein „kleiner Unternehmer“ zu fühlen und sich bei der Lohnauszahlung ganz laut zu sagen, man würde „den Gewinn einstreichen“. Ich glaub, ich spinne!

    Bereits der Name „Pep Expert“ kommt aus dem Amerikanischen. Die Pep Sqads sind diejenigen, deren Aufgabe allein im Zujubeln besteht und die lange trainieren, um mit Pompoms und kurzen Röckchen und Parolen das Team anzufeuern.

    DHL! Number one!
    Go Mr. Appel! Go! Go! Go!
    For the shareholder value! Go! Go! Go!

    Na, dann hüpf mal schön, PostDoc.

    • PostDoc sagt:

      Wenn ich deinen Kommentar richtig interpretiere, hältst du mich für gehingewaschen und meinen Beitrag für den einer Pep-Squad. O.K., vieleicht habe ich mich in mir getäuscht, gute Gehirnwäsche macht ja aus, dass es der Gewaschene nicht merkt.

      Meine Intention war, die Angst vor´m Pep-Experten-Seminar zu nehmen, das paralysierte Mäuschen-vor-der-Schlange-Gehabe aufzubrechen.

      Gehin benutzen scheint mir nach wie vor ein sinnvolles Mittel dazu.

      Gehen wir noch mal auf dein Zitat aus meinem Beitrag ein. Jeder möge für sich noch mal darüber nachdenken, wie weit er in seiner Position im Konzern frei ist

      – selber zu entscheiden, was er für seinen kargen (?) Lohn dem Konzern anbietet
      – selber zu entscheiden, wie er sein freies (?) Angebot umsetzt
      – selber zu entscheiden, wie er seine Zeit einteilt
      – selber zu entscheiden, welchen Aufwand er für seinen Lohn betreibt
      – welchen Einfluss er auf die Höhe seines Lohnes hat- und wodurch
      – ob der Anteil am Konzernumsatz und -gewinn den sein Lohn darstellt, dem entspricht, wie er seinen durch seine Arbeit geleisteten Beitrag dazu einschätzt…

      Wenn man sich diese Fragen ehrlich beantwortet hat, weiß man wo man im Konzern steht und kann gefahrlos zum PeP-Experten-Seminar gehen. Z.B. als Verantwortungsnehmer für seine weniger resilienten Kollegen, auch als Veränderungsgestalter der Seminarinhalte. King Kurt du fehlst da!

      Wer sich dafür interessiert, was der Konzern mit diesem Seminar bezweckt, kann das auch im Harvard Business Manager, Märzausgabe, Schwerpunkt Faktor Mensch nachlesen…“Mitarbeiter haben Gefühle. Wer diese simple Erkenntnis beherzigt, kann erstaunliche Potenziale nutzen…verändert nicht nur die Arbeitsathmosphäre, sondern auch die Zahlen…“

      • Gelb-ist-meine-Lieblingsfarbe sagt:

        Hallo Postdoc,
        ja, Mitarbeiter haben Gefühle und sie vergessen keine Freundlichkeit und sind dankbar, wenn auf ihre Probleme seitens der Geschäftsleitung eingegangen wird. Mitarbeiter möchten Ernst genommen werden !! Sie möchten nicht benutzt werden.
        Wer zu mir steht, zu dem stehe ich auch. So einfach ist das.

  8. King Kurt sagt:

    Hmmmja, lieber PostDoc,
    „Meine Intention war, die Angst vor´m Pep-Experten-Seminar zu nehmen“. Warum ist das deine Intention? Eine Quatschveranstaltung, die nicht Pflicht ist, besucht man nicht. Wozu seine Zeit verschwenden? Von „Angst“ war hier nicht die Rede.

    „Wenn man sich diese Fragen ehrlich beantwortet hat, weiß man wo man im Konzern steht und kann gefahrlos zum PeP-Experten-Seminar gehen. “ Ich wäre mir nicht so sicher, daß die ehrliche Beantwortung der Fragen keinerlei Konsequenzen für einen hätte.

    „King Kurt du fehlst da!“ Wenn ich mich über Arbeitsbedingungen und Bezahlung austauschen möchte, rede ich darüber direkt mit Kollegen. Doch nicht unter Aufsicht von Vorgesetzten und geschulten „Coaches“.

    Wenn ich einen Einfluß auf die Arbeitsbedingungen nehmen möchte, dann treffe ich mich mit Leuten mit einem ähnlichen Anliegen, z.B. hier.

  9. PostDoc sagt:

    Lieber King Kurt,
    du hast soweit Recht, hier war von Angst nicht die Rede. Dennoch habe ich viele unsichere und angstgeprägte Äusserungen zum PEP-Experten vernommen. Nicht hingehen ist eine flüchtende (ängstliche) Gegenposition. Die Mehrzahl geht hin, da spielt die Musik, bzw. wird gesungen, Heldentenöre werden gesucht.

    Aus Sicht des Konzerns ist das keine Quatschveranstaltung, dazu stecken sie zuviel Geld darein, viel zu viel. Sie versprechen sich was davon, letztlich, wie immer, Gewinnsteigerung.

    Gehirnwäsche ist im Zusammenhang mit dem PEP-Experten eigentlich der falsche Begriff. Es handelt sich vielmehr um einen Angriff zur Eroberung der Herzen. Die Gefühle sollen manipuliert werden, der Rekrut auf den Konzern eingeschworen, eine emotionale Verbindung mit dem Konzern geschaffen werden, als wäre es sein Unternehmen. Und diesen Kampf müssen wir aufnehmen, auf dem Seminar, Zeit verschwenden ist das nicht.

    Sicher die Veranstaltung ist freiwillig, so freiwillig wie die „Sommerzustellung“ letztes Jahr. Der Konzern hat eine Strategy 2020 veröffentlicht, Gewinnsteigerung um 60 %, und, nicht veröffentlicht, einen Plan wie sie das erreichen wollen. Der PEP-Experte gehört dazu, wie die Deliverys, die Montagsflex, die Entgelterhöhung parallel zur qualitätsmindernden neuen Produktpalette, die Hand-Scanner für Briefzusteller. Letzteres als Beispiel dafür, das nicht alles klappt nur weil Appel das will. Er pokert hoch, blöfft und längst kein so starkes Blatt wie er vorgibt.

    Ich habe dazu aufgefordert sich, Betonung liegt auf sich, ehrlich Fragen (s.o.) zu beantworten und damit seine Position zu bestimmen. Seinem Vorgesetzten oder Seminarleiter gegenüber so ehrlich zu sein, kann unangenehme Konsequenzen haben. Da hast du sicher Recht. Selbstschutz hat höchste Priorität, als Befristeter sollte man sehr vorsichtig sein. Aber nicht jeder ist so gefährdet.

    Zivilcourage ist notwendig. Jeder der sich zum Betriebsrat wählen lässt oder in der Betriebsgruppe aktiv ist, outet sich damit ja auch schon als Shareholder-Value-Gegner.

    Auf dem PEP-Seminar ist es sicher schwierig, die Show mitzugestalten, aber nicht unmöglich. Die Teilnehmer werden zusammengewürfelt, Nachteil, man kann sich nicht in bekannten Bezügen dafür organisieren, Vorteil man trifft Leute, die man sonst nie erreichen würde. Es gibt auch Gespräche nach Feierabend, direkt mit Kollegen.

    Die Inhalte jedes Moduls sind angreifbar.

    Fängt bei 1 an: 500 Jahre Erfolgsgeschichte. Die Post wurde zwischen 1989 und 1995 privatisiert, DHL 1969 gegründet, 2002 dem Konzern einverleibt, PEP gibts seit 2014. Zeit ist relativ. 500 Jahre? willkürlich in beide Richtungen: Schon Rom hat wegen seiner hervorragenden Postdienste die Antike beherrscht.

    Endet nicht bei 13. Schreib dir doch: „Ich lass mich nicht verappeln“, falls du´s vergisst, erinnert dich die Post daran usw.

    Was letztlich hängen bleibt ist der Gesamteindruck. Jede Äusserung, die das Bild der schönen neuen (Post-)Welt um unterschlagene Aspekte erweitert ist wertvoll…

    • King Kurt sagt:

      PostDoc,
      deine Beiträge kamen bei den Kollegen nicht sonderlich gut an. Entspricht wohl nicht ihren Interessen.

      Du scheinst andere zu haben. Vielleicht bist du ein Vorgesetzter, der sich durch ein solches Seminar ein besseres „Funktionieren“ der Belegschaft erhofft. Vielleicht bist du ja selbst ein PeP Trainer.

      Jedenfalls scheinst du ja über besonderes Hintergrundwissen zu verfügen: „Aus Sicht des Konzerns ist das keine Quatschveranstaltung, dazu stecken sie zuviel Geld darein, viel zu viel.“

  10. AlterWolf sagt:

    Seid wann kann man mit gestalten bei der Post und in welche Richtung geht das letztendlich!?
    Eigentlich völlig klar das die uns für ihre Zwecke einspannen wollen. Da trifft das Argument Gehirnwäsche einfach zu.
    Wenn ich sehe was in unserer NL an Mobbing läuft gegenüber einer kleineren Minderheit die nicht alles schluckt was ihnen zugemutet wird , dann ist die Richtung sonnenklar. Man will uns umprogrammieren. Weg von einer selbst bestimmten Lebensweise —> hin zum willigen Büttel der auch noch vor Begeisterung strahlt wenn man ihn gerade wieder mal seines Feierabends oder der erarbeiteten Überstunden beraubt hat.
    Ich weiß jetzt schon genau das ich mich weigern werde an so was kindischem teil zu nehmen , denn die Regeln dort bestimmt die finstere Gegenseite.
    So Bezeichnungen wie *Anpacker* sind doch blanker Hohn in einem Unternehmen das seid Jahren Maximalausbeutung betreibt und sich nicht scheut die Produktion noch schlanker zu gestalten. Na klar doch das es wieder auf unsere Knochen geht.

  11. volkmann sagt:

    alter postbeamter
    laisklave würde nicht mal für 1000 euro zu so ein sch.. gehen

  12. hinkebein sagt:

    sehr gut

  13. lna sagt:

    Also bei uns waren in mai auch welche zur pep schulung
    Die fanden es super
    Die naechsten zur schulung stehen schon fest ….wenn ich ebrlich bin habe ich keine lust dazu ….ist das wirklich freiwllig?

    • pietjepuck sagt:

      In der Konzernbetriebsvereinbarung zum Personalentwicklungsprogramm „PeP Experte“ heißt es:
      „Die Teilnahme am Basis-Training erfolgt auf freiwilligier Basis, eine Teilnahme aller Beschäftigten der Zielgruppe wird angestrebt.“

      Sowohl ver.di-Vertrauensleute als auch dein Betriebsrat sollten Dir genau das bestätigen.

  14. skydiver sagt:

    Ich denk gar nicht dran da meine Freizeit für herzugeben

  15. Ja genau, wir bei der DHL Home Delivery hatten vor Jahren schon mal so ein Gehirnwäscheprogramm, damals hieß das allerdings noch „7 Werte“. Da haben die mit uns sämtliche Workshops veranstaltet, uns einfach dumm geredet. In denen wurde uns dann erzählt wie geil doch der Postkonzern ist und das die „7 Werte“ die neue super Firmenpolitik ist. Da wurden soviel Gelder verpulvert und verschwendet, bis das Ding dann nach ein Paar Jahren vom Postkonzern begraben wurde, und heute hört man gar nichts mehr davon. Also dachten sich wohl die feinen Herren nun, es wird Zeit wieder ein Verdummungsprogramm zu starten…

    • Kikki sagt:

      „Da wurden soviel Gelder verpulvert und verschwendet, bis das Ding dann nach ein Paar Jahren vom Postkonzern begraben wurde, und heute hört man gar nichts mehr davon. Also dachten sich wohl die feinen Herren nun, es wird Zeit wieder ein Verdummungsprogramm zu starten…“

      Aber doch besser, daß das Geld verpulvert worden ist… Man stelle sich mal vor, es wäre eine gute Investition gewesen. Für uns wäre es doch verdammt ätzend, wenn die Kollegen die 7 Werte verinnerlicht hätten.

      Wollen wir also hoffen, daß den Kollege der PeP Mist ebenso am Arsch vorbeigeht.

  16. Tom sagt:

    Hallo,
    ich habe letzte Woche auch an dem „PeP Basistraining“ teilgenommen,
    ebenso 2 Kollegen vor uns nach meiner Veranstaltung.
    Wir haben uns im Anschluß daran ausgetauscht und unsere Eindrücke kund getan.
    Also als „Gehirnwäsche“ hat es niemand von uns empfunden.
    Wir hatten 2 Tage frei und wurden neben guter Verpflegung gut unterhalten,
    haben nette Kollegen kennen gelernt, mit denen wir uns abends bei einem Bier austauschen konnten.
    Die Veranstaltung selbst sehe ich als Information über den Arbeitgeber, sicher auch
    ein Stück als Werbung des Arbeitgebers und auch als Motivation für den Job.
    All das ist aber weit weg von „Gehirnwäsche“, zumal dafür eine so kurze Zeit sicher nicht ausreicht, einen Menschen in eine Richtung zu polen.
    Ich sehe meinen Arbeitgeber heute nicht anders als wie vor der Veranstaltung.
    Vielmehr glaube ich, dass, ohne selbst die Erfahtrung gemacht zu haben, viele grundpessimistisch da rangehen.
    Da lese ich viel Frust und Resignation sowie Abneigung gegenüber dem Artbeitgeber.
    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich meinen Job (IT) und alles drumherum sehr mag, mein Leben aber nicht von diesem Arbeitgeber abhängt und meine Qualifikation es mir erlaubt, mir den Arbeitgeber auszusuchen, der mir zusagt.
    Diese einstellung habe ich schon seit der Zeit, die ich bei der Post/DHL beschäftigt bin (>10 Jahre) und nicht erst seit der Veranstaltung.

    • Mimi sagt:

      „Da lese ich viel Frust und Resignation sowie Abneigung gegenüber dem Artbeitgeber.“

      Na, wie das wohl kommt?!?!

    • Postfrau sagt:

      Das kann ich nur bestätigen !
      Ich bin 25 Jahre bei der Post als Briefzustellerin mit Fahrrad unterwegs !
      Es ist schon traurig manchmal lesen zu müssen ,,wie schlimm “ unser Arbeitgeber ist ,wie die Menschen ,,ausgebeutet “ werden und erst die ,,Gehirnwäsche “ die die machen !
      Wenn es Euch bei der Post nicht gefällt und Ihr solche ,,schlimmen“ Erfahrungen gemacht habt ,da frage ich mich doch allen ernstes ,wieso Ihr noch dabei seid ????
      Ich bin mit Leib und Seele Postfrau ,auch wenn es manchmal nicht einfach ist ,aber ich stehe hinter meinem Arbeitgeber !
      Mir gefällt was ich mache und ich mache meine Arbeit sehr gern ,auch wenn sie ab und zu mal schwer wird , gebe ich nie auf !
      Mehr positive Einstellungen für unseren Arbeitgeber wäre nicht schlecht ,schließlich bekommen wir gutes Geld ,Urlaubs – und Weihnachtsgeld eingeschlossen ! In welcher Firma gibt es das noch ???

  17. HOLGER sagt:

    wie viel stunden am tag ist schulung. von bis ?????

  18. DR Descole sagt:

    Ich finde es eine Unverschämtheit,dass für einen solchen Quatsch auch noch Geld ausgegeben wird und das mit Sicherheit nicht wenig.Überstunden kappen und sich vom anderen ZSP Klopapier leihen müssen, weil Einsparungen gemachten werden müssen,aber für Kindergartenbelustigung reicht es dann wieder.Dieser Konzern macht sich immer mehr zum Affen und dann wundern,dass man diese Theoretiker nicht ernst nimmt.Viele von denen kennen sich in der Praxis nicht mal aus.

    • Burmi sagt:

      Habe nächste Woche das PEP Seminar. Ist doch Erholung ,allemal besser als 250 Pakete austragen. Dann freie Kost und Logis. Ich lass das an mich vorbeigleiten und mach mir einen fetten. 🙂

  19. Horst Fenselau Mech Z.B Neuss sagt:

    Wenn ich alle eure Komis lese, frag ich mich was dieses PEP trainig soll.
    Ich habe letzte woche so eine Einladung bekommen, möchte aber nicht daran teilnehmen. Wie kann ich mich dort abmelden? Meine Dienststelle sagte mir es ist Pflicht und hier lese ich etwas von freiwillig. Wie komm ich aus dieser Nummer raus?

  20. Post Pöh sagt:

    Ich bin morgen dran, uns wurde auch gesagt es wäre Pflicht das jeder Postler da mal hin muss. Ich habe mit großer Aufmerksamkeit das Programm und die Komentare gelesen, werde ganz neutral an die Sache gehen, mich dort jedoch nicht zum Affen machen. Die Spielchen nach amerikanischen System überlasse ich gerne den Anderen, aus dem Alter bin ich raus, werde mich querstellen. Mal sehen wie der Moderator darauf reagiert. Ebenso werde ich den Abschlusstest verweigern, gebe doch nicht Preis, inwiefern das ganze Theater bei mir gewirkt hat.
    Was hier schon erwähnt wurde, dem stimme ich zu: Das Geld wäre besser in Arbeitsmaterial inwestiert, kann doch nicht sein, das man z.B. bei Geschäftskunden um Werbekugelschreiber betteln muss, nur weil das Buget aufgebraucht ist.

  21. Postillion sagt:

    Stimmt es, dass man während der 2 Tage nicht über Nacht heim fahren darf? Die Schulung ist 25km von mir weg, ich soll aber dort bleiben? Ernsthaft?

    • pitjepuck sagt:

      Von 22 Uhr bis 5 Uhr ist Bettruhe in den von der Post zur Verfügung gestellten Kasernen angesagt. Sodann geht es mit dynamischen Frühsport weiter, alles zum Wohle unseres Arbeitgebers.
      Nein, ernsthaft: Auf welcher Grundlage sollte Dir jemand verbieten, nach Hause zu fahren, ganz abgesehen davon, dass Du noch nicht einmal hinfahren musst, wenn Du nicht willst.

  22. YaYa sagt:

    Hut ab den ganzen Theoretikern, wie gerne hätte ich einen von euch mal nen Tag dabei…:D
    Da fängt das neue Jahr gerade erst an und du hast schon wieder den Arsch voller Pakete das du als Verbundzusteller schon eigentlich reiner Frachtfahrer bist, von den dazugehörigen Postmengen fangen wa gar nicht erst an (nach Weihnachten ist vor Weihnachten)…zwei Bezirke sind unbesetzt, Entlastung schon vor Weihnachten nicht mehr drinne, aber Hauptsache 2 Mitarbeiter werden auf so nen Schwachsinns-Seminar beordert…Sollte mir da ne Einladung demnächst ins Haus flattern ab damit ins G-Papier, soviel ist sicher!

  23. Morkylok sagt:

    Ich habe jetzt auch so eine Einladung bekommen zum PeP EXPERTE Basistraining Seminar. Da wird direkt ein Hotelzimmer gebucht ohne zu fragen ob man überhaupt teilnehmen möchte. Dann findet sich nirgends in der 4!seitigen „Einladung“ irgendeine Telefonnummer oder Internetadresse vom Gastgeber wo man absagen könnte. Nur so schwammige Ausdrücke wie: Self-Service in HRD PeP Online wo man stornieren soll / kann. Nur wie kommt man dahin??? Selbst Google bringt mich nicht weiter. Hat jemand einen Rat? Oder vielleicht eine genaue Internetadresse?

  24. Hans Dampf sagt:

    Ich sag jedes mal ich geh zur Pep Schulung und lass mich dann krank schreiben 😀

    Schöner Sonderurlaub

  25. Der PeP Experte war der Renner.
    Der Schwachsinn hat diesem Blog einen großen Zulauf beschert.
    Nun wird es hier etwas ruhiger, denn die Post hat das Programm begraben.

    Wir sind aber ganz optimistisch: Dem Management wird irgendein anderer Murks einfallen, womit die Mitarbeiter maltretiert werden. Meldet euch, wenn der nächste Wahnsinn seinen Lauf nimmt.

  26. Geert Naber sagt:

    Das PeP-Experte Basistraining ist begraben worden, aber etwas Ähnliches wird bestimmt folgen. Deshalb möchte ich auf einen Text hinweisen, in dem ich die Psycho- und Motivationskurse bei der Post kritisch unter die Lupe nehme. Zu lesen ist er unter geertnaber.wordpress.com.

    • pietjepuck sagt:

      Dankschön für den interessanten und aufschlussreichen Text. In einem Punkt habe ich aber Bedenken:

      Zitat:
      „Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Psycho- und Motivationskurse gewisse Erfolge verzeichnen werden. Es wird ihnen gelingen, den einen oder anderen Mit- Unternehmer zu generieren. Das ist aus gewerkschaftlicher Sicht problematisch. Es kann aber – so paradox es klingen mag – für die Unternehmensleitungen ebenfalls zum Problem werden. Intrapreneure neigen zu einer egoistischen Konkurrenz – und Ellenbogenmentalität, die bisweilen in Konflikt gerät mit einer weiteren Bedingung für das Funktionieren einer arbeitsteiligen und ausdifferenzierten Betriebsorganisation: der Bereitschaft der Organisationsmitglieder zur Kooperation und zum Eingliedern in die „Betriebsgemeinschaft“. (Zitatende)

      Genau diese egoistische Ellenbogenmentalität ist doch gewollt. Es ist leichter für ein Unternehmen, mit lauter kleinen Arschlöchern umzugehen als mit einem kollektiven Widerstand. Es sind die perfekten Unruhestifter, die die ersehnte Dynamik erzeugen. Im Zweifelsfall lässt man sie halt fallen. Bis dahin lassen sie sich in das Prinzip des „postheroischen“ Managements eingliedern und erfüllen ihren traurigen Part. Da sollte sich auch mal dringendst die Gewerkschaft hinterfragen, ob sie tatsächlich kollektiv oder doch vielmehr egoistisch denkt.

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