Denkfabrik der Post AG feuert Klaus Zimmermann

IZA: Unrühmlicher Abgang eines mächtigen Ökonomen

Autokratischer Führungsstil und geringe Anwesenheit

Wir wissen nicht, ob Klaus Zimmermann bereits einen neuen Job hat.

Seit dem 1. März ist er jedenfalls nicht mehr Chef des neoliberalen Think-Tanks Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA, Bonn). Die meisten unserer Leser werden den Mann vermutlich nicht kennen, im Arbeitgeberlager war er recht populär – als Stichwortgeber der Wirtschaftspresse und Berater der Regierungsparteien in arbeitspolitischen Fragen.

Zimmermann war ein Scharfmacher.

Sein IZA befürwortete die Hartz-Gesetze und begleitete deren Auswertung, zudem unterstützte es die Forderungen der Unternehmerlobby gutachterlich, manchmal sogar noch in übersteigerter Form (Renteneinstieg mit 70 u.ä.). Zimmermann faselte von 600.000 verlorenen Arbeitsplätzen, falls der Mindestlohn komme.

 

Den überaus lesenswerten vollständigen Bericht kann man bei Arbeitsunrecht nachlesen.

Es ist aber interessant, daß große Konzerne es nicht nur auf die Köpfe ihre Mitarbeiter abgesehen haben, wie im „PeP Experte Training“, es geht auch darum, auf die Meinungsbildung und Gesetzgebung im Lande einzuwirken.

Dieser Beitrag wurde unter Meldungen und Meinungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.