Vertrauensperson im Betrieb

Generell gilt:

Jeder Arbeitnehmer hat das Recht eine Person seines Vertrauens hinzuzuziehen!

Das bedeutet : Es muss nicht unbedingt eine Person vom Betriebsrat sein. In den meisten Angelegenheiten ist es allerdings ratsam eine Person vom Betriebsrat dazuzuholen. Es kann auch jeder andere Arbeitnehmer als Vertrauensperson benannt werden. Die Vertrauensperson hat sich nach der Benennung an klare Regeln zu halten :

(1) Die Vertrauensperson muss über alle Vorgänge Protokoll führen. Wann fand das Gespräch statt. Was wurde von wem gesagt. Was wurde mit den Parteien (Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder sonstigen Personen) vereinbart. Welche Personen haben an diesem Gespräch teilgenommen.

(2) Um welche Art von Gespräch (z.B. Einsicht in die Personalakte usw.) ging es. Möglichst genaue Gesprächnotizen müssen von der Vertrauensperson angelegt und hinterher schriftlich in ein detailliertes Protokoll verfasst werden.

(3) Die Vertrauensperson kann beratend zur Seite stehen. Worauf sollte der Arbeitnehmer bei jedem Gespräch achten, welche rechtlichen Möglichkeiten hat der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgeber oder anderen beteiligten Personen etc..

(4) Die Vertrauensperson unterliegt der Schweigepflicht und darf keine Informationen an Dritte weitergeben, es sei denn : der Arbeitnehmer erteilt die Erlaubnis hirzu.

Was macht eine Vertrauensperson noch ?

Bei Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber oder anderen beteiligten Personen kann die Vertrauensperson als Vermittler zwischen beiden Parteien vermitteln. Sollte es hart auf hart kommen und eine Einigung zwischen beiden Parteien zu keinem Ergebnis führen, kann es auch vorkommen das der Streit zwischen allen Beteiligten vor dem Arbeitsgericht landet. In diesem Fall wir die Vertrauensperson als Zeuge vom Arbeitsgericht geladen und vernommen. Die Vertrauensperson muss dann alle Geschehnisse erläutern und die angefertigten Protokolle dem Gericht aushändigen…

Gespräch für den Arbeitnehmer

Wenn ihr zu einem Gespräch egal welcher Art gebeten werdet, nehmt euch immer eine Person eures Vertrauens mit. Geht niemals alleine zu solch einem Gespräch. Schnell werdet ihr bemerken das euch die Situation überfordern könnte. Zudem seit ihr auf der sicheren Seite, da ihr einen Zeugen für den Inhalt dieses Gespräches habt. Bevor ihr zu so einem Gespräch geht, habt ihr das Recht auf eine Vorbereitungszeit. Ihr müsst also nicht gleich zu diesem Gespräch gehen. Teilt diesen Sachverhalt eurem Vorgesetzten mit, damit er dieses an die Gesprächspareien weiterleiten kann. Die Vorbereitungszeit sollte aber eine Zeit von zweit Tagen nicht überschreiten. Nur wer gut vorbereitet ist in so einem Gespräch hineinzugehen, hat die nötige Ruhe um den Überblick zu behalten…